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Vierzehn Pferde zogen am Samstagvormittag aus, das Umland zu erobern.
Hoch motiviert, aber mit etwas Bedenken wegen des Wetters ritt Ulla
vorneweg und alle folgten ihr auf dem Fuße. Ob Schulpferde oder
Privatpferde, alle waren gut konditioniert und ausgerüstet, so dass die
Strecke von 30 Kilometern an diesem Tage gut zu bewältigen war.
Zuerst ging es durch
die Felder bis zu dem ersten Waldstück, der Teverner Heide. Dort gab es
dann nach 1 ½ Stunden auch die erste Rast, bei der sich unser Tross
hervorragend einführte.

Durchaus gestärkt mit Speis und Trank führte der nächste Abschnitt nach
Berg- und Talwegen in der Heide uns direkt über einen Golfplatz im
angrenzenden Holland.
Durch mehrere
Unterführungen, die wohl mehr den Reitern als den Pferden unheimlich
waren, kamen wir in die Brunsumer Heide, die einen schon mehr an den
Schwarzwald, gemischt mit der Lüneburger Heide erinnert. Hier gab es
herrliche Ausblicke über das weite Land, tolle Sandwege, ausgewaschene
Schluchten und recht steile Anstiege. Für die Flachlandtiroler unter uns
fast(!) zuviel des Guten.
Aber am
Verpflegungsstop waren alle sehr guter Laune und auch den Pferden ging
es supergut.

Etwas ruhiger war der
Rest bis zur Schäferei auf dem Katharinenhof, wo dann schon unser Zelt
mitten auf der Weide aufgebaut war. Auch der Grill glühte schon fast,
also konnten wir nach dem Versorgen der Pferde „Essen fassen“.

Wer kann schon von sich sagen, er habe inmitten seiner Pferde die Nacht
verbracht? Wir! Sie waren nur mit Mühe und Not davon abzuhalten mit in
den Schlafsack zu krabbeln.
Auch beim Frühstück mussten wir Ihnen klar machen, dass Nutella nicht
auf ihrem Speiseplan steht und die Rühreier nur für die Menschen sind.

Auf ging es zur
nächsten Etappe durch verschlungene Pfade im Wald wo man sich noch
vorstellen kann, dass hier noch kein Mensch gewesen ist. Diese endeten
inmitten eines Wildgeheges, bewohnt von Gallowayrindern, an einem See.
Hier badeten die meisten Pferde erst einmal ausgiebig und tranken sich
satt bevor die Reiter wieder zu ihrem Recht kamen und auch verpflegt
wurden.
Wir wissen jetzt wie abhängig die Cowboys im wilden Westen von ihrem
Koch waren! Wir konnten uns nicht
beschweren.
Nach einem letzten
Abenteuer, einer Flussüberquerung, einmal mit Holzsteg, einmal durch das
Wasser, dankten wir Petrus, dass er uns nur einmal mit Wasser von oben
gesegnet hatte.
Auch so war es für
einige von uns recht anstrengend, aber das Fazit des Rittes lautete:
„Wann reiten wir wieder einen 2-Tagesritt?“

Ich kann es Euch
verraten, im September geht es weiter, vielleicht auch mit Dir?
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