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Und endlich war sie da. Die Liste in der sich die Kinder, die am
2-Tagesritt teilnehmen wollten, eintragen konnten.

Alle trugen sich fleißig ein, denn ein 2-Tagesritt bedeutet viel Spaß
mit Pferd und das wollte sich keiner entgehen lassen.

Und dann, an einem trüben Samstagmorgen striegelten wir nervös unsere
Pferde, denn das Abenteuer wollte bald beginnen. Als alle aufgesattelt
und getrenst hatten, erklang eine Stimme: „Aufsitzen!“ Es war Ulla
Damerau, unsere Reitlehrerin, und somit die Anführerin unserer Truppe.
Alle kletterten auf den Rücken ihres Pferdes. Dieses Wochenende gehört
den „Pferdefreunden Kreuzrath e. V.“

Und dann ging’s los. Im Galopp über die Wiesen. Im Trab durch die Wälder
und im Schritt über die steinigen Feldwege.

Es war einfach herrrlich: Die Stille, denn nur aus der Ferne hörte man
Vögel zwitschern, das schnauben der Pferde, die zufrieden vor sich
hintrotteten (die meisten jedenfalls) und das Gefühl von Freiheit, das
selten so deutlich erschien, wie an diesem Tag. Zunächst war alles in
Ordnung. Aber was war das? Streckte da nicht ein Reh den Kopf aus der
Gerste? Und dort? Standen da nicht unser Trossmann Leo und unsere
Trossfrau Elke hinter einem Tisch, auf dem viele Leckereien ausgebreitet
waren?

Doch zuerst ging die Halftersuche los: „Wer hat ein blaues Halfter mit
rotem Strick gesehen? Wo ist ein pinkes Halfter mit grünem Strick?“

Nachdem wir uns kräftig gestärkt hatten ging’s weiter. Das Geschehen
folgte so weiter, bis wir um ca. 5 Uhr in Krogenbroich (nähe Müllendorf)
eine verwilderte Wiese erreichten. Familie Peschen stellte sie uns zur
Verfügung. Als die Pferde versorgt und auf die Wiese gebracht waren,
ging’s zur nächsten Strapaze: Zelte aufbauen!

Wären Leo und Harry nicht da gewesen, hätte die Hälfte im Freien
übernachten müssen.

Als alle Zelte aufgebaut, alle Luftmatratzen aufgeblasen und alle
Taschen in unser Lager gebracht waren, hatten wir erst mal richtig
Hunger, doch die Hamburger waren nicht mehr weit. Als alle satt waren
quatschten wir drauflos. Zunächst war alles o. k., doch dann wurde die
Frage gestellt: „Gehen wir nach Müllendorf auf den Spielplatz?“ Da der
Spielplatz nahegelegen unserer Wiese war, war Sonja, unser Jugendwart,
einverstanden. Als wir jetzt endgültig ausgetobt waren, liefen wir
wieder zu unserem Lagerplatz. Dort ging dann eine lustige Runde los. Wir
setzten uns in einen Kreis und sangen und lachten bis zum Umfallen.
Dann, um ca. 0 Uhr, gingen die Meisten in ihre Zelte.
8 Uhr. Zeit zum aufstehen. Als wir uns alle
umgezogen hatten, verspürten wir einen Bärenhunger.

Zum Glück hatten Elke und Leo das voraus gesehen und jetzt standen
frische Brötchen auf dem Tisch. Dann erwähnte Edi etwas von einem See
und wir waren alle Feuer und Flamme. „Ulla, komm schon, ach komm mach
doch!“ (Überredet! [Anm. d. Red.])

Und so ritten wir zu einem See in der schönen Teverner Heide.

Nach einem langen Ritt mit vielen Stopps lag er vor uns: Der
wunderschöne See! Viele Pferde hatten Spaß, andere wiederum hatten
Angst. Als Pferd und Reiter pitschenass waren, ritten wir weiter. Am
Segelflugplatz vorbei. Da flog doch eines der Flugzeuge mit zwei Meter
Abstand über Ullas Kopf hinweg! Nach diesen vielen Abenteuern ritten wir
auf Kreuzrath zu. Diesen 2-Tagesritt würde so schnell keiner vergessen.
Denn wo bekommt man sonst so viele Abenteuer auf dem Tablett serviert?
Danke Ulla!!!
Bericht von Anna, Teilnehmerin

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